Meet & Greet – Das ist die Veranstaltung für die Mitglieder des Freundeskreis der NDR Radiophilharmonie mit einem Probenbesuch und anschließendem Umtrunk und Buffet, um mit den Mitgliedern der Radiophilharmonie und AkademistInnen der Joseph Joachim Akademie in einen spannenden Austausch zu kommen.

Eine Woche mit Igor Strawinsky verbrachten wir Anfang Mai mit Andrew Manze, unserem scheidenden Chef. Flankiert wurde „Le Sacre du Printemps“ im Ring C von einer Art Walpurgisnacht von Modest Mussorgski, eine gruselig-dramatische „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“ und dem Hornkonzert von Reinhold Glière, in dem sich endlich einmal wieder ein Solist aus den eigenen Reihen, Ivo Dudler, präsentieren durfte. 

Das „Sacre“ wurde danach ein Mal als Auftakt zum „Phil and Chill“-Konzert gegeben und noch zwei Mal am Sonntag mit einer ausführlichen Einführung bei „Klassik Extra“, sodass wir – die öffentliche Generalprobe vor SchülerInnen in der Reihe „Spurensuche“ eingerechnet – dem Frühling insgesamt fünf Opfer darbrachten.

Eine besondere Freude war uns Ihr Probenbesuch mit anschließendem „Meet and Greet“ im Foyer des Kleinen Saales, wo es neben den musikalischen Leckerbissen unserer AkademistInnen und BlechbläserInnen wieder kulinarisches Fingerfood aus vielerlei Küchen zu genießen gab. 

Schön, wie viele zwanglose Gespräche sich in diesem Rahmen ergeben und dies die Freundschaft zu Ihnen vertieft!  Die traditionelle Verlosung eines Hauskonzertes gewannen diesmal Frau Helga Wysk und ihr Mann, Dr. Jochen Wysk. 


Die exklusive Veranstaltung nur für Mitglieder des Freundeskreis der NDR Radiophilharmonie einmal im Jahr

MEET & GREET

 

Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie Andrew Manze mit seiner Partitur von „Sacre“ bei der Begrüßung der Mitglieder des Freundeskreis der Radiophilharmonie im Großen Saal vor dem “Meet & Greet”-Umtrunk und Buffet im Mai 2023. (Foto: Carsten Peter Schulze)

Der Vorstandsvorsitzende des Freundeskreis der NDR Radiophilharmonie, Joachim Werren, überreicht Andrew Manze das Abschiedsgeschenk der Freunde, nachdem Herr Werren eine hervorragende Dankesrede gehalten hat. Andrew Manze gehört zu den Gründungsmitgliedern des Freundeskreises. (Foto: Carsten Peter Schulze)

Brahms Festival – MusikerInnen der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von ihrem Chefdirigenten Andrew Manze spielen fünf Konzerte im Hannovers Kuppelsaal mit allen Sinfonien und Konzerten sowie das Requiem von Johannes Brahms.

Der März stand für die NDR Radiophilharmonie ganz im Zeichen des Brahms Festivals. Zwei Wochen intensive Probenarbeit und ein vorbereitendes Konzert in der Lübecker MUK mündeten in die Konzertwoche im Kuppelsaal, in denen alle großen Orchesterwerke erklangen, zum Auftakt das „Deutsche Requiem“. 

Andrew Manze schwor das Orchester darauf ein, dass in diesem Stück die Singstimmen im Vordergrund stünden und wir uns klanglich zurücknehmen müssten. Dem NDR Vokalensemble stand der WDR Chor zur Seite, sodass wir nicht gänzlich auf strahlende Orchesterfarben verzichten mussten. Laut einer Zuhörerin entstand eine sehr intensive und verinnerlichte Wiedergabe.

Das Konzert am Dienstag begann mit dem 2. Klavierkonzert in B-Dur, einem der schwierigsten und längsten des Klavier-Repertoires. Für uns Orchestermusiker war es sehr interessant, mit dem Solisten Denis Kozhukhin zu spielen, hatten wir doch im Vorkonzert in Lübeck dasselbe Werk mit Martin Helmchen in einer eher schlanken, flüssigen Version zur Aufführung gebracht.

Nun saß vor uns ein Klangmagier. Wuchtigen Passagen versuchte er nicht ihre Schwere zu nehmen, manche hohen Stellen ließ er im Nichts verklingen. Eine Interpretation, die vielleicht 10 Minuten länger dauerte, aber jede Minute wert war!

Solist am Donnerstag für das Violinkonzert war Christian Tetzlaff, ein Stück, das für Joseph Joachim geschrieben ist, einer der berühmtesten Geiger seiner Zeit, Freund von Schumann und Brahms, und Hannoveraner! Es ist anders als die typischen Virtuosenkonzerte sehr sinfonisch angelegt, was sich auch darin zeigt, dass die große Melodie im langsamen Satz zuerst von der Oboe vorgestellt wird, ein herrliches Solo, was Johanna Stier besonders schön gelang (dieser Textteil stammt von Jan- Hendrik Rübel 😉).

Freitag kam Christians Schwester Tanja Tetzlaff am Cello zum Doppelkonzert dazu, einem Stück, das seltener zu hören ist und dennoch zu den ganz großen Werken in Brahms Schaffen gehört. Die Vertrautheit der beiden war klar zu spüren, wodurch die kammermusikalischen Aspekte dieses Werkes betont wurden. Dass die beiden viel Kammermusik spielen, war auch in den vorangehenden Kurz-Konzerten im Leibniz Saal, der „carte blanche“, zu hören. Am Donnerstag spielten sie das Duo von Zoltan Kodaly, ein Werk, das sowohl klangmalerisch, kontrapunktisch als auch virtuos ist. Am Freitag stießen dann vier unserer Solostreicher zu den beiden dazu und spielten das G-Dur-Sextett von Brahms. Welche der vier Sinfonien nun Ihre liebste war – sie so dicht hintereinander in der außergewöhnlichen Interpretation von Andrew Manze zu hören, war sicher etwas Besonderes! Schön, dass wieder so viele Menschen ins Konzert gehen!

Herzlich grüßen

Johanna und Jan Hendrik


BRAHMS FESTIVAL

Vor dem Abschlusskonzert des Brahms Festivals spielen sich unsere Cellisten Christian Edelmann, Nikolai Schneider, Carsten Jaspert und Jan Hendrik Rübel begeistert ein. (Foto: Micha Neugebauer)

Kammermusikmatinee der AkademistInnen der Joseph Joachim Akademie der NDR Radiophilharmonie – die AkademistInnen, unterstützt u. a. vom Freundeskreis, spielten am Sonntagvormittag vor vollem Haus ein Programme mit spannender Kammermusik.

Die Kammermusikmatinee der AkademistInnen gehört neben dem Spielen in der NDR Radiophilharmonie, dem Unterricht bei den MentorInnen aus dem Orchester und den Workshops mit namhaften SolistInnen zum festen Programm der Ausbildung in unserer Joseph Joachim Akademie, die u. a. vom Freundeskreis unterstützt wird. Sie war in diesem Jahr am 10. Dezember besonders gut besucht und programmatisch besonders vielseitig, da sie einen alten Stummfilm mit Buster Keaton in den Mittelpunkt stellte. Wir wurden von der Moderation darüber informiert, dass es üblich war, Stummfilme mit bereits existierenden Stücken zu unterlegen, was auch hier stattfand. Immer wieder schön: die Aufteilung der Moderation auf alle Mitwirkenden; ein großes Lob an die Nicht-Muttersprachlerinnen für ihren Mut und ihre informativen Beiträge!

Die anderen Stücke des Programms waren zum großen Teil recht unbekannte, aber sehr hörenswerte Preziosen der Kammermusik:

Gustav Holst
St. Paul’s Suite für Streichorchester 
Bernard Garfield
Quartett Nr. 1 für Fagott, Geige, Bratsche und Cello
Film von Buster Keaton
The Boat
John Adams
Shaker Loops, Shaking and Trembling
Albert Roussel
Duett für Fagott und Kontrabass
Erich Wolfgang Korngold
Quartett Nr. 2

Einstudierung François Lefèvre und mit freundlicher Unterstützung der Europäischen Filmphilharmonie.

Aufführende waren:

Marta Aurelija Rando Violine
Natsuki Gunji Violine
So Young Lee Violine
Clara Schmid Viola
Linda Evelina Heiberga Violoncello
Sanghee Han Kontrabass
Anton Engelbach Fagott

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!


Kammermusikmatinee der Joseph Joachim Akademie

  Alle sieben AkademistInnen der Joseph Joachim Akademie im Konzerim Kleinem Sendesaal NDR Landesfunkhaus Niedersachsen am Sonntag, den 10. Dezember 2023. (Foto: Carsten Peter Schulze)

Mitglied der NDR Radiophilharmonie und Vorstandsmitglied der Joseph Joachim Akademie: Geigerin Kristina Altunjan schenkt den AkademistInnen Blumen beim Applaus. (Foto: Carsten Peter Schulze)

„Thank you, Andrew, we miss you already…“ – Mit diesen bewegenden Worten verabschiedet der Vorsitzende des Freundeskreises Joachim Werren Andrew Manze beim Meet & Greet 2023.

Als wir im Frühjahr 2017 den Verein der Freunde und Förderer der NDR Radiophilharmonie gründeten, war Andrew Manze sofort Feuer und Flamme. Er hatte erkannt und verstanden, wie wichtig eine menschliche Brücke vom Orchester zur Stadtgesellschaft sein würde, welche wechselseitige Freude es machen könnte, mit Wertschätzung und Anerkennung, die Leistungen der Musiker und ihres erstklassigen Orchesters künftig durch Besuche in Proben und Austausch in Gesprächen würdigen zu können. So war Andrew auch sofort bereit, unser Premium-Angebot, die Einrichtung der Hörerlebnis-Plätze zu unterstützen: Stühle in speziellem Design nehmen in den Stimmgruppen verteilt Menschen auf, die die besonderen Klangbeziehungen aus gänzlich neuer Perspektive erleben und ihrer Wirkung im Vergleich zu dem Frontalerlebnis im späteren Konzert nachspüren wollen. Ich erinnere mich noch an die ersten Begegnungen, als die Anwesenheit von Nichtmusikern im Orchester für alle Beteiligten Neuland war. Man spürte die Neugier der Besucher, eine im Einzelnen ziemlich unbekannte Berufsausübung besichtigen zu können: 

welche Signale werden vom Dirigenten ausgehen, wie würden sie aufgenommen, gibt es eine Meinungsbildung über die Art der Interpretation, ist sie sogleich nachvollziehbar oder ungewohnt, redet man untereinander, miteinander oder mit dem „Chef“, wie hält es der Chef mit Fragen oder Widerspruch? 

Die meisten sind seitdem immer wieder überrascht und angetan von einer übereinstimmenden Wahrnehmung: Andrews Orchesterleitung hat für den Musiker eine überzeugende, gewinnende und wenig autoritäre Art der Vermittlung. Er vermag eine Atmosphäre wechselseitiger Achtsamkeit herzustellen, die die Anerkennung hoher musikalischer Fähigkeiten im Orchester ebenso einschließt wie den fast selbstverständlich empfundenen Anspruch auf letzte Richtungsweisung in der Interpretation durch ihn als Chef. Wir wissen, dass dieser Dirigent das Orchester begeistern kann und es in nunmehr neun Jahren enorm nach vorn bewegt hat. Durch seine Auftritte im In- und Ausland hat es sich ein bemerkenswertes Ansehen im Kreise der deutschen Rundfunkorchester erarbeitet und überzeugt durch ein ungewöhnlich breites Spektrum in Repertoire und Vielfalt der Programmgestaltung. Die Freunde und Förderer dieses Orchesters wissen, welche herausragenden Verdienste Andrew Manze für den glänzenden Rang zukommt, den dieses Orchester im Wettbewerb unserer hochklassigen Klangkörper in Deutschland aktuell einnimmt.

Ich danke Andrew im Namen des Vorstands für seine Begleitung, seine Unterstützung und seine noble menschliche Art.

Thank you, Andrew, we miss you already…

(10. Juni 2023)


„Thank you, Andrew, we miss you already…“

Meet & Greet 2023

Der Vorsitzende des Freundeskreis Joachim Werren verabschiedet Andrew Manze beim Meet & Greet am 10. Juni 2023. Foto: Carsten Peter Schulze

Blaue Stunde „Jazz“ – Für Mitglieder des Freundeskreise der NDR Radiophilharmonie werden zu jedem Konzert der Reihe Blaue Stunde Freikarten verlost.

Dienstag 12.03.24 um 20:00 Uhr

Zuletzt möchten wir noch 2 x 2 Freikarten für das Dienstags-Konzert der beliebten Konzertreihe Blaue Stunde der NDR Radiophiharmonie im Sprengelmuseum in dieser Saison verlosen. Wer daran teilnehmen möchte, kann sich hierfür gerne bei Eva Ranz melden.

Die Anmeldefrist endet am 18. Februar. 

Der Cellist Oliver Mascarenhas hatte schon immer ein Händchen für Projekte, in denen klassische Musik auf Jazz, Pop oder Hip-Hop trifft. Bei dieser Blauen Stunde zum Thema Jazz schließt sich Mascarenhas mit dem ehemaligen Solo-Pauker Klaus Reda und unserem Solo-Kontrabassisten Hong Yiu Thomas Lai sowie mit dem Pianisten Johannes Nies zusammen.


Blaue Stunde

Blaue Stunde „Landschaften“ am 19. September 2023 mit Mariya Krasnyuk (Violine), Ivo Dudler (Horn), Akiko Nijkamp (Klavier), Volker Hanisch (Textlesungen). Foto: Carsten Peter Schulze